Stefan Höhm (sh): Ungarn produziert immer mehr Pilze! Waren es 2008 noch 18.000 Tonnen, so waren es im Vorjahr bereits 30.000 Tonnen. Davon sind 90% Champignons und 8% Seitlinge, teilte die Nationale Landwirtschaftskammer (Nemzeti Agrárgazdasági Kamara – NAK) in einer Presseaussendung mit.

Der Prokopfverbrauch bei Pilzen ist in Ungarn mit 1-1,5 kg immer noch relativ niedrig, auch wenn die Werte in letzter Zeit anziehen. So ist es nicht verwunderlich, wenn mittlerweile 60% der Produktion in den Export und hierbei hauptsächlich nach Österreich und Rumänien gehen. Der beliebte Champignon wird zu 75% als Frischware in Verkehr gebracht, 25% gelangen via Konservendose auf die Tische der Verbraucher.

Pilzvariationen – Foto: Flying Media Hungary

Die „Pilzindustrie“ sorgt mittlerweile für 4500 Arbeitsplätze in Ungarn. Neben 300 bis 400 kleineren Produktionsstätten gibt es knapp 20 Großproduzenten, die sich vor allem in den Komitaten Pest, Heves und Bács-Kiskun befinden. Alte traditionelle Produktionsstätten – oftmals in einem Keller –  findet man in Budafok-Budatétény und Kőbánya bzw. Győr és Eger.

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