Orbán Interview am Freitag: „Wir schliessen nichts aus aber Lockdowns sind derzeit nicht die richtigen Maßnahmen!“

Wie üblich begann der Freitag Morgen in Ungarn mit dem Viktor Orbán Interview im Kossuth Rádió.

Der Ministerpräsident begann damit, dass sie viel Hoffnung in die Impfaktions-Woche setzten und ihre Erwartungen erfüllt wurden, denn die Impfzahlen diese Woche sind enorm angestiegen. Auf der Kabinettssitzung der Regierung gestern wurde deshalb beschlossen, die Impfwoche um eine Woche zu verlängern. Orbán sagte noch, dass es sich bei den meisten Impfungen diese Woche um die dritte Boosterimpfung handelte, und das gibt Hoffnung darauf, dass dieses Jahr ein normales Weihnachten in Ungarn gefeiert werden kann.

Über die Lockdowns der Nachbarländer Österreich und Slowakei sagte Orban, dass „Die Lösung die dritte Impfung sei und nicht der Lockdown!“ In Ungarn sind ca. 21% mit der dritten Dosis geimpft, in Europa soll dies durchschnittlich 6-7% sein. Orbán bezeichnete die Aussage der deutschen Regierung, dass die Menschen bis zum Ende der Epidemie geimpft, geheilt oder tot sein werden, als extrem heftig. Mit dieser Einstellung kann man keinen Virus bekämpfen, man sollte darauf hinarbeiten, dass sich möglichst viele impfen lassen!

Orbán verkündete, dass am 20. Dezember die erste Lieferung des Impfstoffes für die 5-11 jährigen, 130 Tausend Impfdosen ankommt.

Migration war auch ein Thema im Interview. Orbán sagt, dass Ungarn aus drei Richtungen die Grenzen schützt: aus Italien, von der polnisch-weißrussischen Grenze und über die Balkanroute. Mehr als 100.000 Migranten seien in diesem Jahr an der ungarischen Grenze gestoppt worden, und das seien 100.000 Menschen, die Straftaten begangen hätten, weil sie die Grenze illegal überqueren wollen, fügte er hinzu. Er ist der Meinung, dass auch das jüngste deutsche Regierungsprogramm die Einwanderung zum Ziel hat und ein Einwanderungsland sein will, während Ungarn davon nichts wissen möchte.

Nach Angaben des Ministerpräsidenten muss jeder, der nach Ungarn einreisen will, zur Botschaft des betreffenden Landes gehen und dort seine Papiere vorlegen. Und das Problem wird sich noch verschärfen, denn jeden Tag verlassen 30-50 Tausend Menschen Afghanistan. Orbán sagte: „Man kann nicht diejenigen bestrafen, die für den physischen Schutz der Grenzen sorgen, aber genau das macht die EU derzeit.

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