Bekommt Ungarn eine goldene Schwimmgeneration?

Archivbild: Schwimm WM in Budapest

Stefan Höhm (sh): Die Liste berühmter ungarischer Schwimmer ist lang. Namen wie Tamás Darnyi, Krisztina Egerszegi, Dániel Gyurta oder Katinka Hosszú klingen bei Schwimmsportfreunden wie Musik in den Ohren. Auch der erste ungarische Olympiasieger der Neuzeit war ein Schwimmer: Alfréd Hajós gewann 1896 gleich 2 Goldmedaillen.

Und es könnte gut sein, dass die Ahnentafel ungarischer Schwimmhelden bald noch länger wird. Bei den eben zu Ende gegangenen Nachwuchsweltmeisterschaften in Indianapolis belegte Ungarn in der Nationenwertung Platz 4 (5 Gold, 8 Silber, 3 Bronze). Kanada (7/5/3) und Japan (6/4/6) lagen in etwa gleichauf, die gastgebenden US-Amerikaner schwammen klar vorneweg (12/13/7). Deutschland konnte sich bei Jochen Hintze bedanken, dass es wenigstens einmal Edelmetall gab, aber das war wenigstens golden.

Zu verdanken haben die Magyaren den Medaillenregen vor allem dem 17jährigen Kristóf Milák, der mit vier Gold- und einer Bronzemedaille im Gepäck als erfolgreichster WM-Teilnehmer nach Hause fuhr. Bei der Heim-WM in Budapest konnte er vor einem Monat schon Silber über 100 Meter Schmetterling bei den Großen gewinnen. Es war aber keine One-Man-Show, die der Ungar da ablieferte. Die beiden Goldmedaillen 4×100 m und 4×200 m Freistilstaffeln zeigen, dass auch in der Breite die Ergebnisse stimmen.  Nándor Németh, ebenfalls erst 17 Jahre jung, gewann neben den zwei Staffel-WM-Titeln über die 100 und 200 m Freistil jeweils Silber. Auch er hat von der Heim-WM in Budapest schon eine Bronzemedaille mit der 4×100 m Freistilstaffel gewonnen.

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