von Elizabet Kis

Der Plattensee ist bei allen Ungarn, Deutschen und Österreichern gut bekannt, besonders die größeren Städte in der Region, wie Siófok, Balatonfüred oder Keszthely. Außerhalb dieser Städte gibt es aber noch viele kleinere Ortschaften, die erwähnenswert sind, beispielsweise Balatonakali.

Bereits im Sommer 2016 bin ich mit meiner Familie nach Balatonakali auf Urlaub gefahren und diesen Sommer haben wir uns wieder für Akali entschieden. Es ist eine ganz kleine Gemeinde am nördlichen Ufer des Balatons, ca. 10 km von Balatonfüred entfernt. Wir haben uns in einer Familienpension aufgehalten, aber viele Ferienhäuser stehen den Urlaubern zur Verfügung – sogar direkt am Ufer. Wenn man für den Strand nicht zahlen möchte, ist ein freier Strand in der Gemeinde auffindbar, aber ohne Zweifel lohnt es sich, den ausgebauten Teil des Ufers in Anspruch zu nehmen – hauptsächlich, weil es ganz wenig kostet, für einen Erwachsenen zwei Euro für den ganzen Tag. In diesem Strand findet man zahlreiche Unterhaltungsmöglichkeiten, unter denen gibt es auch kostenlose Dienstleistungen, wie die Bibliothek oder das Spielhaus für Kinder. Die Sportfreunde können Volleyball spielen, und in dem Wasser befindet sich ein für Wasserball errichteter Teil. Der Wasserspiegel steigt hier schnell, es ist also optimal fürs Schwimmen. Und das Unerlässliche: eine große, blaue Rutsche, deren Benutzung zwei Euro pro Tag kostet.

Am Abend finden Konzerte und Aufführungen in der Umgebung des Strandes statt. In den späteren Stunden ist es sehr angenehm, auf dem Strand zu spazieren und die Lichter der fernen Städte über dem dunklen Wasserspiegel zu beobachten.

Was aber noch wichtig an einem Urlaub ist: ja, die Gastronomie. Zwischen mehreren Restaurants kann man sich entscheiden, aber unser Stammplatz war das Fincsi Büfett. Ich war neugierig, wie die Gulaschsuppe in Westungarn schmeckt und ich kann mutig aussagen, dass es absolut nicht dem Geschmack von Ostungarn ähnlich ist – aber natürlich war es sehr lecker. Pluspunkt für den Chili! Was mich betrifft, esse ich keinen Fisch, aber meine Familie hat den Seehecht und die Fischsuppe verkostet und sie waren absolut zufrieden.

Zurück zu der Pension, in der wir gewohnt haben: es ist eine kleine Familienpension mit sechs Zimmern am Ufer des Plattensees in der Nähe des Strandes und heißt Terasse Pension und Restaurant. Eine Nacht kostet zirka 16,5 Euro – mit Frühstück natürlich – also wenn jemand seinen Geldbeutel verschonen und leckeres Frühstück essen möchte, ist die Terasse Pension eine gute Wahl. Das Frühstück ist a’la carte, was für mich zuerst ganz neu war, weil das Frühstücksbüfett die charakteristische Weise der Bedienung in den meisten Gaststätten ist. Mittagessen und Abendessen werden in dem Restaurant der Pension angeboten – mit typischen ungarischen Gerichten, wie Fleischsuppe oder Zigeunerschnitzel.

Zusammenfassend hat Balatonakali uns wegen ihrer familiären, stillen, ruhigen Stimmung und wegen ihres riesengroßen, wunderbaren Strandes angelockt. Ich kann es besonders für Familien mit Kindern, die ältere Altersstufe und eigentlich für alle empfehlen – mit Ausnahme von denen, die ganzen Tag und ganze Nacht Party haben möchten. Man findet hier keine Discos. Aber viele Deutsche findet man hier. Wir haben am Strand zwei deutsche Kinder begegnet, die uns gesagt haben, dass sie jedes Jahr drei Wochen mit ihrer Familie in Balatonakali verbringen.

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