Audi Hungaria: Schnüffelroboter testet die Dreizylindermotoren von Audi

Bei der Audi Hungaria werden über anderthalb Millionen Motoren pro Jahr gefertigt. Im größten Motorenwerk der Welt entstehen fünf verschiedene Otto- und drei verschiedene Dieselvarianten sowie eine E-Antriebsfamilie mit einem Leistungsspektrum von 63kW (86 PS) bis 470kW (639 PS). Das kleinste in Győr gebaute Aggregat ist gleichzeitig effizient wie auch sportlich und sichert dem Auto einen dynamischen Antrieb. Der Dreizylinder-Turbobenziner wird seit drei Jahren beim Unternehmen gebaut, seitdem wurden davon über 360.000 Stück bei der Audi Hungaria gefertigt, für verschiedene Modelle des Volkswagen Konzerns. 


,,Schnüffelroboter“ überprüft die Dichtigkeit des aufgebauten Kraftstoffkreislaufs
Der Dreizylindermotor durchläuft zahlreiche Kontrollen im Győrer Werk, bevor er ausgeliefert wird. Dazu zählt auch der Lecktest des Kraftstoffs mit einem sogenannten „Schnüffelroboter“, der die Dichtigkeit des aufgebauten Kraftstoffkreislaufs überprüft: Wenn er Benzin erkennt, meldet sofort Fehler. Außerdem sichert der Roboter die Rückverfolgbarkeit der Messergebnisse mit gespeicherten Daten. Durch den Einsatz des „Schnüffelroboters“ müssen die Mitarbeitenden mit Kraftstoff auch nicht in Kontakt kommen. 
Neben Audi Hungaria werden die R3 1.0 TSI Motoren an mehreren Standorten des Konzerns für die Modelle von Audi, Volkswagen, Seat und Skoda produziert. Die mit diesem Antrieb ausgerüsteten Autos sind besonders in Deutschland, Großbritannien, Italien, Spanien und Frankreich beliebt. Der Motor bietet eine Leistung von 95, 110 oder 128 PS, daher wird er an den Produktionsstandorten des Volkswagen Konzerns weltweit vor allem in die Modelle eingebaut, die hauptsächlich im Stadtverkehr eingesetzt werden.


Wenn der Roboter Benzin erkennt, meldet sofort Fehler
Der Dreizylinder-Benzinmotor kommt in vier Audi-Modellen (Audi Q2, A1 Sportback, A3 Limousine und A3 Sportback), fünf Seat-Modellen (Seat Arona, Leon, Leon ST, Ibiza und Ateca), sieben Skoda-Modellen (Skoda Rapid, Fabia, Karoq, Scala, Kamiq, Octavia und Octavia Combi) und natürlich in den acht Modellen von Volkswagen (VW Golf, Golf Variant, Polo, up!, T-Roc, T-Roc Cabrio, T-Cross und Virtus) zum Einsatz.


1994 begann die Motorenproduktion bei der Audi Hungaria. Das erste Aggregat aus Győr war ein Vierzylinder-Fünfventilmotor. Im Laufe der Jahre erweiterte sich das Portfolio der Motorenproduktion, seit 2018 werden neben Verbrennern auch elektrische Antriebe in Győr gefertigt. Das Unternehmen produziert Aggregate für 37 Standorte des Volkswagen Konzerns.

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