2022 in Ungarn: Das Jahr der Lohnerhöhungen, Rentenerhöhungen, Steuerentlastungen?

Lohnerhöhungen, Rentenerhöhungen, Steuerentlastungen…Csaba Dömötör fasste die Veränderungen, die im Jahr 2022 stattfinden werden, in einem Video zusammen, das am letzten Tag des Jahres auf der Facebook-Seite der Regierung veröffentlicht wurde.

Er erklärte, dass ab dem 1. Januar der Mindestlohn auf 200.000 HUF und der Mindestlohn für Facharbeiter auf 260.000 HUF angehoben wird. Auch die Lohnerhöhungen werden fortgesetzt. Das Einkommen der Krankenschwestern wird im Rahmen eines mehrstufigen Lohnerhöhungsprogramms ab Januar um 21 Prozent steigen. Auch Ärzte können mit einem höheren Gehalt rechnen. Ein Arzt, der seit drei Jahren als Resident arbeitet, kann mit durchschnittlich 788.000 HUF pro Monat rechnen, während ein Arzt, der seit mehr als zwei Jahrzehnten im Feld tätig ist, mehr als 2 Millionen HUF erhalten kann. Er merkte an, dass neben anderen auch andere mit einem höheren Gehalt rechnen können. Die Gehälter von Erziehern, Lehrern, Kindergärtnern, Kultur- und Sozialarbeitern steigen ebenso wie die von Polizisten und Soldaten. Csaba Dömötör betonte, dass er sich auch im Marktsektor eine weitere Lohnerhöhung wünsche. Die Regierung hilft dabei mit weiteren Steuersenkungen. Dadurch reduziert sich die öffentliche Steuerbelastung von 17 auf 13 Prozent. Auf diese Weise haben ungarische Unternehmen mehr Spielraum bei der Gewährung höherer Gehälter, wenn sie die Möglichkeit dazu haben.

Er wies auch darauf hin, dass im Jahr 2022 alle Altersgruppen mit zusätzlicher Unterstützung rechnen können. „Eine alte Schuld“ wird, wie er sagte, durch den vollständigen Wiederaufbau der 13-monatigen Rente getilgt. „Es wurde 2009 abgetragen und wird jetzt wieder aufgebaut“, sagte er und fügte hinzu, dass die Renten ab Januar um fünf Prozent steigen würden.

„Wenn die Wirtschaft wieder gut wächst, kann auch die Familiensteuerermäßigung erfolgen“, sagte er und erklärte, dass Familien, die ein Kind erziehen, 2021 die volle Einkommensteuer zurückerstattet bekommen. „Das war noch nie der Fall gewesen“, sagte der Außenminister und fügte hinzu, dass dies eine Subvention von bis zu 50-100 Tausend Forint bedeuten könnte.

Eine weitere noch nie dagewesene Maßnahme der Regierung besteht darin, dass junge Menschen unter 25 Jahren ab Januar keine Einkommensteuer mehr zahlen müssen. Dies bedeutet eine durchschnittliche monatliche Steigerung von 41.000 HUF – erklärte Csaba Dömötör.

Sind wir gespannt, wie diese Schmankerl umgesetzt werden in Ungarn in Kürze. Viele Unternehmen sind in der Krise bisher mit „Null“ Unterstützung herausgegangen und die angesagten Erleichterungen waren nur medial für die Regierung ein guter PR-Faktor. Die richtigen Weichen sind mit diesen Schritt zwar auch erstmal gestellt, jedoch gibt es noch viele andere Baustellen an denen eigentlich parallel ebenfalls „geschraubt“ werden müsste. Der gute Wille ist mit diesen Maßnahmen da und wir wachen über die tatsächliche Umsetzung 😉

Das Video dazu auch auf unserer Newsletter- / Ungarn-TV Mitgliederseite HIER

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