Ungarn trauert um eine Schiedsrichterlegende

Ungarn trauert um eine Schiedsrichterlegende. Wie jetzt bekannt wurde, ist Károly Palotai im Alter von 82 Jahren in der Vorwoche verstorben.
Die sportliche Vita von Palotai ist sprichwörtlich vielseitig. Zunächst trat er selbst überaus erfolgreich gegen den Ball. Er gewann mit der ungarischen Auswahl 1964 in Tokio Gold bei den Olympischen Spielen, stand 1964/65 stand er mit Győri ETO im Halbfinale des Europapokals der Landesmeister und hob auch drei Mal den ungarischen Pokal in die Höhe.
Ab 1970 wechselte er dann die Seiten und wurde Schiedsrichter. Auch hier zeigte er überdurchschnittliche Leistungen. So nahm er an den Weltmeisterschaften 1974, 1978 und 1982, an der Europameisterschaft 1980 sowie den Olympischen Spielen 1972 und 1976 teil. Seine Ausnahmestellung wurde dadurch unterstrichen, dass er gleich zwei Mal, nämlich 1976 und 1981 das Finale des Pokals der Landesmeister, dem Vorläufer der Champions League, zwischen Bayern München und Saint-Étienne bzw. Liverpool und Real Madrid leiten durfte. Auch im Endspiel des Europapokals der Pokalsieger 1979 (Barcelona-Düsseldorf) und dem Hinspiel des UEFA-Pokal-Finales 1974/75 (Mönchengladbach-Enschede) tanzten die Fußballstars nach seiner Pfeife.
Nach Beendigung dieser zweiten Karriere blieb er dem Fußball als UEFA-Schiedsrichterbeobachter verbunden.

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