Über eine halbe Millionen Menschen beim „Friedensmarsch“ in Budapest?

Die Rede Orbáns Foto: MTI/Illyés Tibor

Zehntausende oder Hunderttausende? Luftaufnahmen und Fotos der Pressegantur MTI zeigen Menschenmassen in Budapest beim Friedensmarsch am Nachmittag, der von CÖF und ihrer Stiftung CÖKA organisiert wurde und bereits Anfang des Jahres angekündigt wurde. Das diese Veranstaltung Fidész-freundlich ist, war bekannt und zog deshalb auch einige Kritiker am Rande des Marsches auf den Plan. Doch nach bisherigen Infos läuft alles friedlich ab. Der Organisator, der Vorsitzende der CÖF, László Csizmadia sprach am Nachmittag von über 650.000 Teilnehmern die man erwarten würde, dies wären soviel wie nie zuvor.

Der Marsch begann am Elvis-Presley-Platz und endete am Kossuth-Platz wo Orbán seine Rede gehalten hat.

Hunderttausende in Budapest Foto: MTI/Balogh Zoltán

Das Thema natürlich geprägt von den aktuellen Ereignissen in der Ukraine und gespickt mit Themen rund um diese Situation. Orbán gut gestimmt mit Blick auf die Wahlen in wenigen Wochen in Ungarn. Eine solche Bühne wie heute, bringt den ungarischen Ministerpräsidenten wie gewohnt in euphorische Laune und so wurden auch immer wieder seine Tomaten-Hymnen aus dem Publikum angestimmt („Piros volt a paradicsom, nem sárga, Magyarország előre megy, nem hátra“) . Ein Event ganz nach dem Geschmack Orbáns. 

Fidész- und Orbán-Anhänger sind für dieses „Event“ aus dem ganzen Land angereist.

Doch auch die Oppositionsparteien waren nicht untätig heute und versammelten sich am Kai der Technischen Universität zu einer Kundgebung. Der Ministerpräsidentkandidat Péter Márki-Zay stand hier unter anderem auf der Bühne. Auch hier dominierte das Thema der Ukraine und die Haltung Ungarns mit scharfen Worten gegen die Regierungspartei. 

Vor der Technischen Uni versammelten sich die Oppositionsparteien Foto: MTI/Máthé Zoltán

So voll war die Hauptstadt lange nicht mehr und man hofft, daß es auch weiterhin friedlich bleibt in Budapest auch nach Auflösung der großen Menschenansammlungen.

Foto: MTI/Czeglédi Zsolt

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