Komárom entwickelt sich zum E-Auto-Zentrum

Die ungarische Stadt Komárom, ca. 80 Kilometer westlich von Budapest direkt an der slowakischen Grenze gelegen, scheint sich zum e-Auto-Zentrum zu entwickeln. Nachdem im Frühjahr der chinesische Elektrobushersteller BYD seine Produktion hier aufnahm, verkündete nun die südkoreanische SK Innovation, im ortsansässigen Gewerbepark eine Fabrik für Lithium-Akkumulatoren für Autos erreichten zu wollen. Hierfür wurde eine Grundstück von 42 Hektar erworben, wie sich aus einer Pressemitteilung des Rathauses ergibt.

Den Plänen nach soll bereits im Frühjahr 2018 mit dem Bau begonnen werden, ein Probebetrieb ist für den Sommer 2019 vorgesehen. Ab Januar 2020 ist eine Serienproduktion rund um die Uhr geplant. Im südkoreanischen Seosan existiert bereits eine solche Fabrik, wie sie jetzt auch in Komárom errichtet werden soll. Auch in Ungarn hat man Erfahrungen mit solchen Unternehmen, im Mai 2017 eröffnete in Göd nördlich von Budapest eine Akkufabrik ihre Tore.

Das südkoreanische Fachmagazin „Investor” berichtete bereits früher, dass das Unternehmen in Komárom investieren möchte, um seine europäischen Partner von hier aus mit Akkumulatoren versorgen zu können. Von hier aus sollen bis zu 250.000 Elektroautos jährlich bestückt werden können.

Damit würden südkoreanische Unternehmen bereits über drei Betriebe zur Herstellung von Akkumulatoren für Elektroautos verfügen. Die LG Chem eröffnet im kommenden Jahr eine Niederlassung in Polen und die Samsung SDI betreibt beschriebene Niederlassung in Göd, wo 600 Arbeitnehmer angestellt sind.

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