Freischaltung ungarischer Handys bald kostenlos

Ungarisches Prepaidhandy - Foto: Flying Media Hungary

Stefan Höhm (sh): Wer bei einem Mobilfunkanbieter ein Handy kauft, bindet sich in der Regel für eine gewisse Vertragslaufzeit an den Dienstleister. Bisher war es auch in Ungarn üblich, dass die Mobilgeräte auch nach Ablauf der sog. Treuezeit nicht einfach mit einer SIM-Karte von einem anderen Anbieter betrieben werden konnten. Für die dafür erforderliche Freischaltung verlangten die drei hier tätigen Wettbewerber unterschiedliche Gebühren. Damit ist ab 24. Oktober Schluss.

In Zukunft sind die Multis verpflichtet, nach Ablauf des Treuevertrags die Handys ihrer Kunden kostenlos freizuschalten. Bisher wurden hierfür – je nach Anbieter und abgelaufener Vertragslaufzeit – zwischen 2.500 und 20.000 Forint verlangt.  Wer sich also mit dem Gedanken trägt, sein altes Gerät freischalten zu lassen, sollte damit nach Möglichkeit noch gut 2 Monate warten. Die Regelung gilt sowohl für Privatpersonen als auch für betriebliche Handys.

Nach dem Wegfall der Roaminggebühren innerhalb der EU zu Beginn des Sommers ist dies eine weitere kundenfreundliche Regelung bei der mobilen Telefonie. Den Kunden wird es so erleichtert, in einen anderen Tarif bei einem anderen Anbieter zu wechseln. Mit der bisherigen Beschränkung versuchten die Dienstleister, ihre Kunden auch nach Ablauf von Treueverträgen weiter an sich zu binden, indem sie auf Seiten der Software diese Beschränkung einbauten, die – zumindest offiziell – nur von ihnen aufgehoben werden kann. Telekom, Telenor und Vodafone versicherten, die neuen Regelungen bis zum Stichtag umsetzen zu können. Je nach Gerätehersteller kann es aber erforderlich sein, dass die Mobilfunkanbieter beim Produzenten den Entkopplungscode abfragen müssen, was ggf. ein paar Tage in Anspruch nehmen kann.

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