Gespräche in Brüssel: Minderheitenrechte, historische Aufarbeitung und die Perspektive auf Frieden standen im Mittelpunkt des Treffens zwischen Ungarn und der Ukraine.
Bei einem bilateralen Gespräch in Brüssel mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wurde die politische Vereinbarung zwischen Ungarn und der Ukraine zur Stärkung der Rechte der ungarischen Minderheit in Transkarpatien begrüßt.
Als ersten Schritt zur Wiederherstellung des gegenseitigen Vertrauens bewerteten beide Seiten die Verabschiedung des Minderheitenbildungsgesetzes durch das ukrainische Parlament auf Grundlage dieser Vereinbarung sowie den umgehend eingeleiteten Umsetzungsprozess.
Zudem wurde der ukrainische Parlamentsbeschluss vom September gewürdigt, in dem anerkannt wurde, dass zwischen 1944 und 1946 durch Zwangsarbeit und Massendeportationen Verbrechen an den Ungarn in Transkarpatien begangen wurden.
Beide Seiten vereinbarten, die bilateralen Gespräche auf Ministerebene fortzusetzen und der weiteren Verbesserung der Lage der Minderheiten in beiden Ländern besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Einigkeit bestand auch darin, die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen auf eine neue Grundlage zu stellen.
Ungarn sicherte der Ukraine seine Solidarität angesichts der seit fast fünf Jahren andauernden russischen Aggression zu. Darüber hinaus bekräftigte die ungarische Seite ihre Bereitschaft, mit allen verfügbaren diplomatischen Mitteln zur möglichst raschen Vereinbarung einer Waffenruhe und zur Schaffung eines dauerhaften Friedens beizutragen.











