Ungarisches Know-how in Singapur gefragt

Foto: HungaroControl

Die ungarische Flugsicherung Hungarocontrol hat mit einem Konsortium eine Ausschreibung des Flughafens Changi in Singapur gewonnen und wird den Stadtstaat bei der Realisierung eines „Smart-Remote-Towers“ unterstützen. Für die Ungarn nicht nur ein wirtschaftlicher Erfolg, sondern auch ein erheblicher Prestigegewinn.

Wie Hungarocontrol in einer Pressemitteilung erklärte, erfolgte die Ausschreibung bereits am Jahresanfang durch die singapurische Flugsicherung CAAS (Civil Aviation Authority of Singapore), wobei die Entstehung eines Prototypen des Smarttowers im Mittelpunkt stand, um den ganzen Flughafenbetrieb zu optimalisieren.  Singapur liegt an der Südspitze der Malaiischen Halbinsel und ist nur so groß wie Hamburg. Die Optimierung des Flughafens ist hier daher besonders wichtig, da es ein grundsätzliches Platzproblem in dem Stadtstaat gibt, gleichwohl auch hier die Anforderungen an die Flugsicherheit mit den steigenden Luftverkehrszahlen stetig höher werden.

Das die Ausschreibung gewinnende Konsortium wurde von der britischen NATS (National Air Traffic Services)geführt und wird die Entwicklungen zusammen mit dem Elektronik- und Kommunikationssystemhersteller STEE aus Singapur und der kanadischen Searidge Technologies vorantreiben. letztere entwickelte bereits am Budapester Airport einen Remotetower.

Um dieses auch von ungarischen Experten entwickelte Know-how geht es den Asiaten nun, der neue Flughafen wird entsprechend dem ungarischen Vorbild entwickelt. Ungarische Experten werden dabei an der Validierungmethodik arbeiten, also für den Einsatzort optimierte Lösungen unter den vorhandenen Anforderungen entwickeln. Ziel ist es auch, durch menschliches Versagen hervorgerufene Fehler zu minimieren.

Beginn für das knapp zweijährige Projekt ist im Januar 2018. Da es sich bei der Remote-Tower-Technologie nach Worten von Kornél Szepessy, Geschäftsführer von Hungarocontrol, um eine ausgesprochen innovative und gleichsam kostengünstige Lösung handelt, sollen auch schon andere internationale Anfragen in Budapest vorliegen.

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