Auf der Autobahn M3 bei Mezőkeresztes ereignete sich am frühen Sonntagmorgen ein schwerer Busunfall. Ein Reisebus mit polnischen Pilgern, die auf dem Rückweg aus Bosnien und Herzegowina waren, kam von der Fahrbahn ab und kippte auf die Seite. Bei der Tragödie kamen zwölf Menschen ums Leben, Dutzende weitere wurden verletzt, mehrere von ihnen schwer beziehungsweise lebensgefährlich. Die polnische Regierung schickte ein Sonderflugzeug nach Ungarn, während die ungarischen und polnischen Behörden die genauen Umstände des Unfalls untersuchen.
Das Sziget Festival 2026 verzeichnete weniger Besucher als erwartet: Nach 416.000 Gästen im vergangenen Jahr kamen diesmal nur etwa 350.000 bis 360.000 Menschen, sodass der Verlust des Festivals voraussichtlich höher ausfallen wird als geplant. Laut Károly Gerendai wirkten sich der verspätete Beginn der Organisation und des Ticketverkaufs, der starke Forint sowie die extreme Hitze und Unsicherheiten bei der Stromversorgung negativ auf das Interesse aus. Künftig will das Sziget seine internationale Position stärken, sein früheres Netzwerk aus Auslandsvertretungen wieder aufbauen und das besondere kulturelle und gemeinschaftliche Erlebnis des Festivals weiterentwickeln.
In mehreren Regionen Europas, darunter Kroatien, Serbien, Montenegro, Griechenland und Niederösterreich, kämpfen die Einsatzkräfte gegen Wald- und Buschbrände. Die Außenministerin ruft Reisende deshalb zu besonderer Vorsicht auf. In Kroatien sind die Brände derzeit unter Kontrolle, gleichzeitig ist die Zahl der Anfragen beim ungarischen Konsularischen Dienst sowie der Registrierungen für konsularischen Schutz deutlich gestiegen. Das Ministerium empfiehlt Reisenden, regelmäßig die Informationen von Konzinfo zu verfolgen und sich sowohl vor der Abreise als auch vor Ort über die aktuelle Lage zu informieren.
In der Unternehmensgruppe der Ungarischen Tourismusagentur MTÜ, die unter der Leitung von Olivér Csendes neu aufgestellt wird, wurden bedeutende Veränderungen in der Führung vorgenommen. Andrea Róna übernimmt die Leitung des Kisfaludy Turisztikai Támogatáskezelő, Andrea Tóth die Leitung von Expo2027 und Botond Boros wird neuer Chef von Visit Hungary. Ziel der Veränderungen ist unter anderem, die Verwaltung touristischer Förderungen und die Kreditvergabe effizienter zu gestalten, die ungarische Beteiligung an der EXPO in Belgrad neu auszurichten und die fachliche Zusammenarbeit mit den Akteuren der Tourismusbranche zu stärken.
Fünf bedeutende Tourismusverbände haben für die Ungarische Tourismusagentur ein gemeinsames Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des ungarischen Tourismus ausgearbeitet. Die Organisationen, die nach eigenen Angaben rund 70 bis 75 Prozent der Branche vertreten, fordern unter anderem verlässlichere gesetzliche Rahmenbedingungen, einen flexibleren Arbeitsmarkt, ein einfacheres Steuersystem, eine stärkere Rolle der SZÉP-Karte und den Ausbau der touristischen Infrastruktur. Weitere Schwerpunkte sind die Stärkung des MICE-Sektors und der internationalen Position Budapests, die Förderung von Investitionen in die Energieeffizienz sowie die Sicherstellung eines fairen Wettbewerbs.
Die Regierung hat Projekte zur Vorbereitung einer vollständigen Bahnumfahrung des Balatons sowie zur weiteren Elektrifizierung der Bahnstrecken am Nordufer gestrichen. Balatonfüreds Bürgermeister István Bóka kritisierte die Entscheidung wegen fehlender Abstimmung mit Experten und betroffenen Gemeinden. Verkehrs- und Investitionsminister Dávid Vitézy betonte hingegen, dass der Ausbau des Bahnverkehrs am Balaton weiterhin zu den wichtigsten Zielen der Regierung gehöre und die Planung einer zweigleisigen, für 160 km/h ausgelegten Strecke zwischen Szabadbattyán und Lepsény bereits begonnen habe. Geplant ist außerdem eine neue Bahnverbindung zwischen Lepsény und Balatonakarattya, die die Erreichbarkeit des Nordufers und Balatonfüreds deutlich verbessern könnte.
In Paks wird mit enormem Einsatz daran gearbeitet, die beiden noch laufenden Turbinen des Kernkraftwerks in Betrieb zu halten, während der Wasserstand der Donau in den kommenden Tagen um weitere 14 bis 15 Zentimeter sinken könnte. Um das Erreichen des kritischen Wasserstands zu verhindern, werden zwei jeweils 80 Meter lange Lastkähne abgesenkt, eine Sohlschwelle errichtet und aus dem Ráckeve-Soroksár-Donauarm zusätzlich 20 Kubikmeter Wasser pro Sekunde in den Hauptarm der Donau geleitet. Laut Ministerpräsident Péter Magyar könnte der Wasserstand ab Donnerstag aufgrund von Niederschlägen in den österreichischen Einzugsgebieten wieder steigen.
Am 20. August wird Balatonlelle mit einem besonderen Lichterlebnis den ungarischen Nationalfeiertag begehen. Um 20 Uhr beginnt auf dem Balaton eine Lampion-Segelbootparade, anschließend sorgt ab 21 Uhr eine Lasershow für den Höhepunkt des Abends. Das Zusammenspiel von Wasser, Licht und besonderen visuellen Effekten soll den Feiertag zur Staatsgründung in Balatonlelle zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.
Am 20. August wird der Stephanstag im Nationalen Historischen Gedenkpark Ópusztaszer mit vielfältigen Programmen zur Pflege ungarischer Traditionen gefeiert. Die Besucher können sich unter anderem im Bogenschießen versuchen, beim Schaubacken am Ofen und bei Verkostungen dabei sein sowie an Handwerksprogrammen teilnehmen; für Kinder gibt es ein traditionelles Spielhaus und eine Kinderecke. Einer der spektakulärsten Programmpunkte ist eine Reitvorführung aus der Zeit der ungarischen Landnahme, wobei die meisten Veranstaltungen kostenlos besucht werden können.
Am 20. August erwartet die Besucher in Budapest ein ganztägiges Festprogramm mit Familienangeboten, Konzerten, kulturellen Darbietungen und Lichtinstallationen. Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten steht der rund 1,5 Kilometer lange Donauabschnitt zwischen Margaretenbrücke und Kettenbrücke. Höhepunkt des Abends ist ab 21 Uhr eine spektakuläre Licht- und Drohnenshow, die die tausendjährige Geschichte Ungarns in Szene setzt.
Am Montag wird die Sonne immer wieder von Wolken verdeckt, tagsüber sind vereinzelt Schauer möglich. Am Abend bringt eine Kaltfront dann in mehreren Regionen Schauer und Gewitter, während die Höchsttemperaturen noch bei rund 32 Grad liegen. Am Dienstag sorgt die Front für eine deutliche Abkühlung, obwohl im Osten und Nordosten weiterhin Regen, Schauer oder Gewitter auftreten können. Die Hitzewelle endet im ganzen Land, am Nachmittag werden nur noch Höchstwerte zwischen 22 und 28 Grad erwartet.
Der durchschnittliche Wechselkurs liegt derzeit bei etwa 365 Forint pro Euro (Mittelkurs).










