Das Herz und der natürliche Filter des Balatons: Der KIS – Balaton

Die Kányavári-Insel ist das einzige Gebiet in der Region des Kleinen Balatons, das das ganze Jahr über frei zugänglich ist und auf jeden Fall einen halben oder sogar ganzen Tagesausflug wert ist.

Auch wir haben uns Anfang September dieses Ziel ausgesucht.
Dieser wunderschöne Ausflugsort hat zu jeder Jahreszeit seinen ganz eigenen Reiz – mit dem Einzug des Herbstes zeigt er sich jedoch von einer besonders zauberhaften Seite. Von Hévı́z oder Keszthely aus erreichen wir nach etwa 20–30 Minuten Autofahrt den Eingang zur Kányavári-Insel. Dort können wir unser Fahrzeug auf einem geschlossenen, gebührenpNlichtigen Parkplatz abstellen. Von hier aus gelangt man über die ikonische Holzbrücke auf die Insel.

Vom Aussichtsturm aus führt der Weg weiter bis zum südlichsten Punkt der Insel. Während des etwa 20-minütigen Spaziergangs zeigt die Insel immer wieder eine andere ihrer faszinierenden Seiten.

Wichtig ist auch, dass der Kleine Balaton neben seiner beeindruckenden Landschaft eine unverzichtbare Rolle für den gesamten Balaton spielt. Der Kleine Balaton ist sozusagen der natürliche Filter des beliebten Badesees. Er hält die Sedimente und den Schlamm des Flusses
Zala sowie die aus der Landwirtschaft stammenden Nährstoffe zurück und verhindert dadurch eine übermäßige Algenbildung im Balaton.
Darüber hinaus ist der Kleine Balaton ein europaweit bekanntes Vogelparadies, in dem mehr als 250 Vogelarten leben oder auf ihren Wanderungen Rast machen.

Ein besonderer Übernachtungstipp mitten in der Natur
Wer mehrere Tage in der Region verbringen und dabei an einem wirklich naturnahen Ort übernachten möchte, an dem sich die Sorgen und die Hektik des Alltags wunderbar ausblenden lassen, für den haben wir einen besonderen Tipp. Unweit von Keszthely, eingebettet in die sanften Hügel der Region Zala und am Ortsrand von Zalacsány, liegt das Pálos Resort. In der Nähe der beliebten Thermalbäder von Hévíz und Kehidakustány erstreckt sich das Anwesen über 20 Hektar.

Neben einem traditionellen Lehmhaus stehen den Gästen acht Safari-Zelte zur Auswahl. Auf dem Gelände leben außerdem Damhirsche und Alpakas. Die Safari-Zelte verbinden den Komfort einer hochwertigen Unterkunft mit dem besonderen Erlebnis des naturnahen Campens. Die Safari-Lodges verfügen über eine eigene Küche und ein eigenes Badezimmer sowie über Heizung und Klimaanlage. Die Wände bestehen jedoch aus Zeltplanen, sodass der Duft und die Geräusche des Waldes unmittelbar Teil des Wohnerlebnisses werden. Besonders reizvoll ist ein Aufenthalt hier zu Beginn des Herbstes, wenn die Zeit der
Hirschbrunft beginnt und das Röhren der Hirsche durch die Landschaft hallt.

Auch kulinarisch hat die Region einiges zu bieten. Im Pálos Resort werden die Gäste beispielsweise täglich mit Speisen und Produkten von regionalen Erzeugern verwöhnt. In Zalacsány findet man außerdem eine traditionelle Jagd-Gaststätte, die Vadászcsárda, in der man aus verschiedenen beliebten Wildgerichten wählen kann.

Fotos: Bence Lukasc, Ungarn-TV