hallo Ungarn – Kurznachrichten am 24.08.2026  

Während der sechs Tage des Debrecener Blumenkarnevals erwarteten die Besucher mehr als 350 Programme. Rund eine Viertelmillion Menschen nahmen an der Veranstaltung teil, zwölf Blumenwagen und mehr als 5.000 Mitwirkende sorgten für ein spektakuläres Erlebnis. Insgesamt fanden 49 Konzerte und Musikproduktionen statt, Künstler aus 20 Ländern waren dabei und Debrecen erstrahlte insgesamt 17,5 Stunden lang in besonderem Licht. Rund 200 Mitarbeiter waren an der Organisation beteiligt, während die Online-Inhalte zum Karneval mehr als 9,2 Millionen Aufrufe erzielten.

Ungarn ist laut einer aktuellen Branchenstudie das weltweit am drittschnellsten wachsende Reiseziel für Reisen, bei denen Erholung, mentale Regeneration und Rückzug im Mittelpunkt stehen. In Europa belegt Ungarn sogar den ersten Platz. Internationale Gäste werden vor allem von den ungarischen Thermalbädern sowie von Wellnessangeboten mit Warm- und Kaltwasser angezogen. Der Trend gewinnt weiter an Bedeutung: 64 Prozent der amerikanischen Reisenden planen eine Reise, bei der Entschleunigung, Natur, mentale Erholung und eine Auszeit von der digitalen Welt im Mittelpunkt stehen.

Im Várkert Bazár in Budapest ist die Freiluftausstellung „Lichter, Farben, Düfte – Das Erlebnis Italien in der ungarischen bildenden Kunst“ noch bis Mitte Oktober kostenlos zu besuchen. Die Ausstellung zeigt anhand von Werken unter anderem von Tivadar Csontváry Kosztka, Vilmos Aba-Novák und Pál Szinyei Merse, wie Italien ungarische Künstler inspirierte. Neben Informationen auf Ungarisch und Englisch erwartet die Besucher auch ein interaktives Familienspiel mit QR-Codes. Die beleuchteten Kunstwerke sorgen auch in den Abendstunden für ein besonderes Erlebnis.

Nach Angaben des Balaton Tourismusverbandes markiert der 20. August immer seltener das Ende der Sommersaison am Balaton, da immer mehr Familien ihren Urlaub nach dem Nationalfeiertag um einige Tage verlängern. Dazu tragen veränderte Reisegewohnheiten, die zunehmende Verbreitung von Homeoffice und hybriden Arbeitsmodellen sowie das warme Wetter Ende August und im September bei. Neben dem Baden gewinnen in der Spätsommer- und Herbstsaison auch Radfahren, Wandern sowie Wein- und Genusstourismus am Balaton zunehmend an Bedeutung.

Wegen des außergewöhnlich niedrigen Wasserstands des Theiß-Sees wurden am 22. August der Wasserspielplatz und der Aquaglide-Wassererlebnispark im Erlebnisdorf Sarud geschlossen und öffnen in diesem Jahr nicht mehr. Zuvor hatte bereits der Strand in Poroszló seine Saison beendet, während mehrere Wassersportangebote eingeschränkt werden mussten und sich das Wasser in einigen Bereichen des Sees deutlich zurückgezogen hat. Ursache sind die seit Monaten anhaltende Trockenheit, der extrem geringe Wasserzufluss und die starke Verdunstung, die inzwischen auch erhebliche Auswirkungen auf den Tourismus der Region haben.

Der Ungarische TDM-Verband arbeitet an einem neuen Modell für das Destinationsmanagement. Von den früher fast hundert lokalen und regionalen TDM-Organisationen gelten nach Schätzungen des Verbandes heute nur noch etwa 20 bis 25 als tatsächlich funktionsfähig. Das neue System soll auf sechs zentralen Säulen beruhen, darunter fachliche Autonomie, planbare Finanzierung, Qualitätssicherung und eine engere Zusammenarbeit zwischen der nationalen Tourismusstrategie und den lokalen Akteuren. Der Verband plant, sein Vorschlagspaket im September vorzulegen, das neben dem neuen Modell auch die Schritte für einen schrittweisen Übergang enthalten soll.

Die Bahnstrecke Budapest–Fót–Veresegyház–Őrbottyán–Vác soll bis 2030 mit EU-Mitteln in Höhe von 174 Milliarden Forint modernisiert werden. Ziel sind schnellere und deutlich häufiger verkehrende Züge. Nach dem Ausbau könnten im Raum Fót, Veresegyház und Őrbottyán statt derzeit ein bis zwei Zügen pro Stunde künftig vier bis sechs Verbindungen angeboten werden. Gleichzeitig sollen die Bahnhöfe modernisiert und barrierefrei gestaltet werden. Geplant ist außerdem, die Strecke bei Rákospalota-Újpest an die verlängerte Metrolinie M3 anzubinden.

Für die Zukunft des seit 2017 geschlossenen Budapester Planetariums werden derzeit drei mögliche Szenarien geprüft. Die einfachste Variante könnte bereits 2027 eine vorübergehende Wiedereröffnung ermöglichen. Langfristig stehen eine vollständige Modernisierung für 15 bis 20 Milliarden Forint mit moderner 8K-Technologie sowie die Errichtung eines Wissenschafts- und Technologie-Erlebniszentrums von internationalem Niveau zur Diskussion. Eine Regierungsentscheidung ist bislang nicht gefallen, derzeit werden die fachlichen, technischen und finanziellen Details geprüft.

Zwischen Győr und Budapest soll ein zusammenhängendes Radwegenetz entstehen. Als Teil des EuroVelo-6-Netzes ist unter anderem eine direkte Verbindung von Komárom über Esztergom bis zum Donauknie vorgesehen. Der derzeit unfallgefährdete Abschnitt zwischen Esztergom und Tát soll mit einem neuen Streckenverlauf ersetzt werden, wofür 2,8 Milliarden Forint zur Verfügung stehen. Die Planung beginnt jetzt, die Bauarbeiten könnten 2028 starten. Ziel ist außerdem, den Radweg direkt an die Maria-Valeria-Brücke in Esztergom anzubinden.

Am Montag wird viel Sonnenschein erwartet, zeitweise ziehen mehr Wolken auf und vereinzelt sind kurze Regenschauer möglich. Die Temperaturen erreichen am Nachmittag etwa 29 Grad. Am Dienstag nimmt die Bewölkung aus Südwesten zu, ab dem Nachmittag können in mehreren Regionen Schauer und Gewitter auftreten. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 24 und 33 Grad.

Der durchschnittliche Wechselkurs liegt derzeit bei etwa 364 Forint pro Euro (Mittelkurs).