Die eisigen Temperaturen haben ihre Wirkung gezeigt: In der Nacht ist die Eisschicht auf dem Balaton deutlich dicker geworden, an vielen Stellen wurde sie jedoch vom starken Wind wieder aufgebrochen. Während in Ungarn derzeit eine regelrechte Wintermärchenlandschaft herrscht, lohnt es sich, neben den Schneefällen auch ein mittlerweile selten gewordenes Naturphänomen zu beobachten: Auf dem Balaton hat der Eisgang richtig eingesetzt.
Dank der anhaltenden Kälte ist in den kommenden Tagen damit zu rechnen, dass der „ungarische Plattensee“ an immer mehr Stellen vollständig zufrieren wird, wie das Wetterportal Időkép berichtet. Besonders eindrucksvolle Bilder lieferte in der vergangenen Nacht die Kamera in Balatonfenyves, die außergewöhnliche Momente festhielt: Der Wind schob die Schneebedeckten Eisschollen unaufhörlich hin und her und wirbelte sie durcheinander.
In den ersten Sekunden der Aufnahme entsteht fast der Eindruck, als würde man mit einer Drohne über den See fliegen. Schnell wird jedoch klar, dass es sich nicht um eine Luftaufnahme handelt, sondern um vom Wind bewegte Eisschollen, die über die Oberfläche des zugefrorenen Wassers treiben. Der Anblick ist dennoch – oder gerade deshalb – atemberaubend und zeigt eindrucksvoll, welche Kraft in der winterlichen Natur steckt.
Die aktuellen Aufnahmen verdeutlichen nicht nur die Schönheit, sondern auch die Dynamik des Balatons im Winter. Mit dem weiteren Absinken der Temperaturen dürfte sich die Eisdecke in den nächsten Tagen weiter verstärken, auch wenn Wind und Wetter sie stellenweise immer wieder aufbrechen.










