Neuer Anbieter verschärft den Wettbewerb auf der Bahnstrecke Budapest – Wien

Bild: Westbahn

​Der Bahnverkehr zwischen Budapest und Wien erlebt eine neue Dynamik im Wettbewerb: Ab Dezember 2026 plant das österreichische Privatbahnunternehmen Westbahn den Markteintritt auf dieser stark frequentierten Strecke. Damit endet das langjährige Duopol der staatlichen Bahngesellschaften MÁV und ÖBB, die über Jahre hinweg ein Quasi-Monopol innehatten.

​Bereits seit 2020 sorgt der tschechische Anbieter RegioJet mit günstigen Preisen und engmaschigen Taktzeiten für spürbaren Konkurrenzdruck. Nun will die Westbahn diesen Wettbewerb weiter verschärfen und plant täglich fünf Zugpaare auf der Strecke Budapest–Wien–Linz–Salzburg–München. Zum Einsatz kommen moderne, doppelstöckige Elektrotriebzüge vom Typ „Panda“, die mehrere Stromsysteme unterstützen und ein hohes Maß an Komfort bieten.

​Die Strategie der Westbahn geht dabei über einen reinen Preiswettbewerb hinaus: Über den Knotenpunkt Wien sollen attraktivere und direktere Verbindungen in westliche und südliche Regionen Österreichs geschaffen werden. Sollten sowohl Westbahn als auch RegioJet ihre geplanten Kapazitätserweiterungen umsetzen, könnte sich auf der Strecke Budapest–Wien ein nachhaltiger Wettbewerb etablieren, der langfristig eine der wichtigsten internationalen Bahnachsen Mitteleuropas grundlegend verändert.