hallo Ungarn – Kurznachrichten am 08.01.2026 

Wegen des Schneefalls und der glatten Straßen wurden die Feuerwehrkräfte am Dienstag landesweit 323 Mal alarmiert. Insgesamt arbeiteten mehr als 650 Berufsfeuerwehrleute, 40 kommunale Feuerwehren sowie 200 freiwillige Feuerwehren und Rettungsorganisationen daran, festsitzenden Autofahrern, Bussen und Lastwagen zu helfen. Die Behörden bitten die Bevölkerung, sich nur in unbedingt notwendigen Fällen auf den Weg zu machen.

Aufgrund der extremen Kälte hat der Ungarische Reformierte Hilfsdienst sein „Felebarát“-Programm gestartet. In der ersten Januarwoche begann das Programm in Budapest mit einem Tee-Verteilungsdienst sowie mit Straßenhilfe, bei der Decken, Schlafsäcke und Sandwiches verteilt wurden. In den kommenden Wochen wird die Organisation landesweit an mindestens 14 Orten warme Mahlzeiten ausgeben und mehr als 2000 Portionen an Bedürftige verteilen.

Mit ungarischer Beteiligung haben Forscher eine bislang unbekannte, 99 Millionen Jahre alte Landschneckenart entdeckt, teilte die ELTE der Nachrichtenagentur MTI mit. Laut der Universität wurden die fossilen Schnecken in birmanischem Bernstein, also versteinertem Pflanzenharz, identifiziert.

Seit dem 1. Januar gilt im VI. Bezirk von Budapest ein Airbnb-Verbot, und die Stadtverwaltung von Terézváros hat in der ersten Arbeitswoche des Jahres bereits mit Kontrollen begonnen, berichtete Telex. Die Überprüfungen werden gemeinsam mit der Polizei und der Steuer- und Zollbehörde durchgeführt. Wer seine Unterkunft weiterhin illegal vermietet, muss mit Geldstrafen in Millionenhöhe rechnen.

Im ganzen Land herrscht derzeit eine winterliche Märchenlandschaft, und neben dem Schnee ist auch ein seltenes Naturphänomen zu beobachten: Auf dem Balaton hat die Eisdrift eingesetzt. Dank der anhaltenden Kälte wird der See voraussichtlich an immer mehr Stellen zufrieren, wie Időkép berichtet.

Nach mehreren Monaten Schließung ist das Thermalbecken des Borostyán Camping- und Strandbads in Mezőkovácsháza wieder für Besucher geöffnet. Die Einrichtung war seit dem 1. August wegen technischer Probleme geschlossen, da ein sicherer Betrieb nicht mehr gewährleistet werden konnte. Am 27. Dezember wurde das Becken nach erfolgreichen Reparaturen, Wartungsarbeiten und positiven Wasserqualitätsprüfungen wiedereröffnet.

Budapest ist um eine neue Kolodko-Miniskulptur reicher geworden: Die Statue eines Chanten-Jägers wurde am Budaer Brückenkopf der Rákóczi-Brücke in der Nähe des Kopaszi-Damms aufgestellt. Das Volk der Chanten gilt als entfernter Verwandter der Ungarn, und in ihrer Kultur vermischen sich bis heute orthodoxes Christentum und alte schamanistische Glaubensvorstellungen. Die Miniskulptur steht auf einem großen Stein und erinnert an die Jagd und die naturnahe Lebensweise.

An der Grenze bei Röszke geriet ein Auto mit deutschem Kennzeichen in Brand, aus dem Polizisten, Grenzbeamte und Zollbeamte drei Kinder retteten. Das Feuer wurde noch vor dem Eintreffen der Katastrophenschutzkräfte gelöscht, verletzt wurde niemand. Später stellte sich heraus, dass im Motorraum versteckte Zigaretten zur Entstehung des Brandes beigetragen haben könnten, der Fahrer erhielt eine Geldstrafe .

Wegen eines Grubeneinbruchs hat sich in der Nähe von Vizslás im Komitat Nógrád ein riesiges Loch geöffnet. Der mehrere Meter breite Einsturz stellt eine erhebliche Gefahr dar, das Gebiet wurde mit Absperrband gesichert. Das Erdreich brach in Form eines etwa 5 bis 8 Meter breiten Kraters ein, vermutlich als Folge früherer Bergbautätigkeiten.

Am Donnerstag lockert die Bewölkung von Westen her auf und die Sonne zeigt sich, im Osten kann es jedoch weiterhin vielerorts schneien, zudem kann es wegen des Windes zu Schneeverwehungen kommen. Am Morgen wird es streng frostig, örtlich bis zu minus 18 Grad, tagsüber liegen die Temperaturen zwischen minus 7 und 0 Grad. Am Freitag zieht wieder dichtere Bewölkung auf, und vielerorts ist mit vereinzelnden Schneefällen zu rechnen, am Morgen kann es sogar bis auf minus 20 Grad abkühlen.

Der durchschnittliche Wechselkurs liegt heute bei 384 Forint pro Euro Mittelkurs.