Wer Ungarns Natur aktiv entdecken möchte, findet im Gemenc-Wald eine abwechslungsreiche Fahrradtour durch eine der faszinierendsten Auenlandschaften des Landes. Die rund 24 Kilometer lange Rundstrecke beginnt in Baja-Dunafürdő und führt über Waldwege und Schotterdämme tief hinein in das Reich der Hirsche.
Vom Bahnhof Dunafürdő folgt die Route zunächst dem Verlauf des ungarischen Blauen Wanderwegs (Kéktúra) bis zur Cserta-Brücke. An der Mündung des Cserta-Donauarms befindet sich ein kleiner Rastplatz mitten im Wald – ein schöner Ort für eine erste Pause in ruhiger Natur.
Ein wichtiger Hinweis für Touren im Herbst: Ab dem 1. September ist der Zugang zum Wald aufgrund der Jagdsaison teilweise eingeschränkt. Vor der Fahrt sollten sich Besucher daher über die aktuellen Regelungen informieren. Da die Strecke größtenteils über unbefestigte Waldwege und geschotterte Dämme verläuft, können einzelne Abschnitte nach Regen zudem schwieriger zu befahren sein.
Zwischen Waldbahn und Baumriesen
Ein Höhepunkt der Tour ist das Ökotouristische Zentrum Pörböly. Im Besucherzentrum gibt es einen Imbiss, einen Souvenirshop sowie eine interaktive Ausstellung. Gleichzeitig befindet sich hier eine Endstation der Gemencer Waldbahn, die zu den besonderen touristischen Attraktionen der Region gehört.
Von Pörböly führt die Fahrradtour auf dem Damm weiter Richtung Süden. Mit einem kleinen Abstecher lässt sich dabei ein außergewöhnliches Naturdenkmal entdecken: der sogenannte „Pörbölyer Titan“, der als größter Baum Ungarns gilt. Anschließend führt die Strecke über die Potyka Csárda zurück zum Ausgangspunkt in Dunafürdő.
Die Tour eignet sich für alle, die Bewegung mit Naturerlebnissen verbinden möchten. Mit etwas Glück lässt sich unterwegs auch die vielfältige Tierwelt des Gemenc beobachten – und besonders im Herbst erinnert das Röhren der Hirsche daran, warum diese Landschaft zu den eindrucksvollsten Naturgebieten Ungarns gehört.











