hallo Ungarn – Kurznachrichten am 22.01.2026  

Die ungarische Regierung hat in den vergangenen Tagen ein eindrucksvolles Video veröffentlicht, das zeigt, wie Ungarn und Touristen den zugefrorenen Balaton genießen. Nach vielen Jahren ist der See wieder vollständig zugefroren, und begeisterte Schlittschuhläufer haben ihn sofort in Besitz genommen. Die Aufnahmen zeigen, in welch besonderer Stimmung die Besucher über das Eis gleiten.

Das Tourinform-Büro in Mohács deutete in einem geheimnisvollen Beitrag an, dass eines der am meisten erwarteten Faschingsereignisse Ungarns, der Busójárás, bald beginnt. Laut dem Beitrag bereitet sich die „wintervertreibende Kraft“ bereits vor, und der Poklade wird in Mohács schon bald losbrechen. Der Busójárás findet vom 12. bis 17. Februar 2026 statt.

Am Montagnachmittag schlug ein Fahrgast an einer Station der HÉV in Szentendre einen Fahrscheinkontrolleur, der infolge des Angriffs zwischen die Gleise stürzte. Nach Angaben der Polizei bedrohte der 34-jährige Mann den Kontrolleur zunächst, schlug ihm dann das Telefon aus der Hand und versetzte ihm von hinten einen Schlag auf den Hinterkopf. Der Vorfall ereignete sich an der Haltestelle Budakalász–Szentistvántelep, gegen den Täter wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Zollbeamte der ungarischen Steuer- und Zollbehörde (NAV) stoppten am Grenzübergang Rédics einen rumänischen Mann, der versuchte, ein junges, gefährdetes Goldkopflöwenäffchen als Geschenk nach Italien zu schmuggeln. Für das Tier konnte er weder Genehmigungen noch Gesundheitsdokumente vorlegen, Experten stellten fest, dass es sich um eine international geschützte Art handelt. Das Tier wurde in den Budapester Zoo gebracht, gegen den Mann wurde ein Verfahren wegen Verstoß gegen den Artenschutz eingeleitet.

Die Budapester Wasserpolizei sucht auf der Donau nach einem 18-jährigen Mann, der in Budapest verschwunden ist. Der junge Mann verließ am 17. Januar in den frühen Morgenstunden einen Nachtclub in der Innenstadt und kam seitdem nicht nach Hause, weshalb die Polizei eine Fahndung nach ihm ausgab. Die Suche wurde auch auf die Donau ausgeweitet und wird dadurch erschwert, dass der Eisgang auf dem Fluss wieder stärker wird.

Die ungarische Nationalmannschaft besiegte den Titelverteidiger und Weltmeister Spanien im letzten Spiel der Zwischenrunde der Wasserball-Europameisterschaft der Männer in Belgrad mit 15:14 nach Fünfmeterschießen und zog damit ins Halbfinale ein.

Das detaillierte Programm des Fishing on Orfű Festivals, das vom 24. bis 27. Juni stattfindet, steht fest. Unter anderem treten Analog Balaton, Bëlga, Bohemian Betyars, Carson Coma und Hiperkarma auf, außerdem sind zahlreiche Rückkehrer und legendäre Bands wie Heaven Street Seven, 30Y und Kispál und die Borz dabei. An den vier Tagen erwarten die Besucher Konzerte von Dutzenden ungarischen Bands und Künstlern.

Unter der Organisation von Visit Hungary findet vom 16. bis 22. Februar die thematische Veranstaltungsreihe „Woche der Erholung – The Senses of Budapest“ statt, die das vielfältige Angebot der Hauptstadt mit Programmen für alle Sinne präsentiert. An der Initiative können Budapester Attraktionen sowie Drei-, Vier- und Fünf-Sterne-Hotels teilnehmen, die Bewerbungsfrist endet am 28. Januar.

Nach acht Monaten Arbeit wurde die Bibliothek der Erzabtei Pannonhalma wieder eröffnet, nachdem der Bestand erfolgreich vor einem Brotkäferbefall gerettet werden konnte. Die rund 100.000 Bände umfassende Sammlung wurde mit einem speziellen anoxischen Verfahren behandelt, das in dieser Größenordnung erstmals in Ungarn angewendet wurde. Nach Angaben der Fachleute gibt es kein unrettbar beschädigtes Buch, obwohl mehr als die Hälfte der Sammlung in den vergangenen zweihundert Jahren verschiedenen schädlichen Einwirkungen ausgesetzt waren.

Viktor Orban gab gestern bekannt, das man innerhalb der Regierungssitzung eine neue Lösung zur Herabsenkung der Energiekosten in Ungarn erarbeiten wird. Dies sei nun im extrem kalten Januar eines der wichtigsten Themen. Gemeint ist in erster Linie die Spanne zwischen dem Verbrauch bei dem ein günstigerer Energietarif angesetzt wird.

Am Donnerstag wird es im Osten des Landes stärker bewölkt sein, während im Westen mehr Sonnenschein erwartet wird, nennenswerter Niederschlag ist nicht zu erwarten. Die Temperaturen liegen morgens zwischen −15 und −5 Grad und nachmittags zwischen −3 und +4 Grad. Am Freitag bleibt es im Osten weiterhin meist bedeckt, im Westen kann sich zeitweise die Sonne zeigen, vereinzelt ist schwacher Misch­niederschlag möglich, bei Temperaturen von −10 bis −2 Grad am Morgen und −2 bis +5 Grad am Nachmittag.

Der durchschnittliche Wechselkurs liegt bei 386 Forint /EUR, Mittelkurs