Ungarn führt „geschützte Kraftstoffpreise“ ein: Deckelung für inländische Fahrzeuge ab Mitternacht

Preisedeckelung beim Kraftstoff

Ungarn führt „geschützte Kraftstoffpreise“ ein: Deckelung für inländische Fahrzeuge ab Mitternacht

Angesichts der drastisch steigenden Weltmarktpreise für Rohöl hat Viktor Orbán heute die Einführung einer Preisobergrenze für Kraftstoffe in Ungarn bekannt gegeben. Ab Mitternacht (Dienstag, 10. März 2026) treten verbindliche Höchstpreise an den Tankstellen in Kraft, um die ungarische Bevölkerung und die Wirtschaft vor den Auswirkungen der aktuellen globalen Energiekrise zu schützen.

​Die neuen Preisobergrenzen im Überblick:

Benzin (95 Oktan): maximal 595 Forint pro Liter

Diesel: maximal 615 Forint pro Liter

​Diese Maßnahme, die als „geschützter Kraftstoffpreis“ (Védett üzemanyagár) bezeichnet wird, tritt heute um Mitternacht in Kraft. Sie gilt exklusiv für Fahrzeuge mit ungarischem Kennzeichen und ungarischen Zulassungspapieren. Neben Privatpersonen wird die Regelung ausdrücklich auch auf Landwirte, Transportunternehmen und gewerbliche Unternehmer ausgeweitet.

​Hintergrund der Entscheidung:

In einer Videoansprache erklärte Ministerpräsident Orbán, dass die internationale „Ölpreis-Explosion“ nun auch Ungarn erreicht habe. Als Hauptgründe nannte er die geopolitischen Verwerfungen durch den Krieg im Iran sowie die anhaltende Ölblockade durch die Ukraine.

​„Wir führen einen geschützten Kraftstoffpreis ein, den die Einzelhandelspreise nicht überschreiten dürfen, nachdem die internationale Ölpreis-Explosion infolge des Iran-Krieges und der ukrainischen Ölblockade auch Ungarn erreicht hat“, so Orbán.

​Um die Versorgungssicherheit trotz der Preisdeckelung zu gewährleisten, kündigte die Regierung zudem die Freigabe staatlicher strategischer Ölreserven an. Die Maßnahme erfolgt vor dem Hintergrund massiver Preissprünge am Weltmarkt.

Ausländische Fahrzeuge können diese Deckelung nicht nutzen.