Szekszárd, die Hauptstadt des Komitats Tolna, gehört zu den charmantesten Reisezielen Südungarns. Die Stadt verbindet Kultur, Geschichte, Natur und Weintradition auf einzigartige Weise. Wer in diesem Sommer eine abwechslungsreiche Auszeit plant, findet hier zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Erlebnisse. Wir stellen sechs Highlights vor, die bei keinem Besuch fehlen sollten.
1. Béla-Király-Platz – Das historische Herz der Stadt
Der Béla-Király-Platz bildet das historische Zentrum von Szekszárd. Benannt wurde er nach König Béla I., dem Gründer der ehemaligen Benediktinerabtei von Szekszárd. Besucher können die freigelegten Überreste der mittelalterlichen Klosteranlage im Innenhof des Komitatshauses besichtigen. Ebenfalls sehenswert sind das von Mihály Pollack entworfene ehemalige Komitatshaus, die imposante katholische Innenstadtkirche – eine der größten einschiffigen Kirchen Mitteleuropas – sowie die Dreifaltigkeitssäule, die an die Opfer vergangener Pestepidemien erinnert.
2. Das Babits-Mihály-Gedenkhaus
Literaturfreunde sollten unbedingt das Geburtshaus des berühmten ungarischen Dichters Babits Mihály besuchen. Das seit 1983 als Museum genutzte Gebäude beherbergt zahlreiche persönliche Gegenstände, Familienfotos und originale Möbelstücke. Besonders beeindruckend ist der berühmte Sessel, in dem Babits Teile seines Romans „Halálfiai“ verfasste. Eine Dauerausstellung vermittelt Einblicke in das Leben und Werk des bedeutenden Schriftstellers.
3. Das Mészöly-Miklós-Gedenkhaus
Nur wenige Schritte entfernt befindet sich das Mészöly-Miklós-Gedenkhaus. Das Jugendstilgebäude präsentiert eine liebevoll gestaltete Ausstellung über das Leben des Schriftstellers Mészöly Miklós. Persönliche Gegenstände, Möbel und rekonstruierte Wohnräume vermitteln einen authentischen Eindruck vom Alltag des Autors und seiner Ehefrau, der bekannten Psychologin und Schriftstellerin Polcz Alaine.
4. Das Weinbaugebiet von Szekszárd
Das Weinbaugebiet von Szekszárd zählt zu den ältesten und renommiertesten Weinregionen Ungarns. Die Kombination aus Lössboden, vielen Sonnenstunden und mediterranen Klimaeinflüssen schafft ideale Bedingungen für den Weinbau. Besonders bekannt sind die Rebsorten Kadarka und Blaufränkisch (Kékfrankos). Zahlreiche familiengeführte Weingüter sowie bekannte Namen wie Takler, Schieber, Garai oder Tűzkő laden zu Verkostungen und Kellerbesichtigungen ein.
5. Der Parászta-Lehrpfad
Natur- und Wanderfreunde kommen auf dem rund vier Kilometer langen Parászta-Lehrpfad auf ihre Kosten. Der Weg führt durch beeindruckende Lösslandschaften, Wälder und Schluchten. Besonders interessant ist die sogenannte Csontos-Schlucht, eine archäologische Fundstelle, in deren Wänden bis heute menschliche und tierische Knochenreste sichtbar sind. Entlang des Weges entdecken Besucher traditionelle Weinkeller, Weinberge und zahlreiche Naturdenkmäler.
6. Der Weinberg-Aussichtsturm
Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt ist der Weinberg-Aussichtsturm auf dem Bartina-Hügel. Die außergewöhnliche Konstruktion vereint Aussichtspunkt und Kunstwerk zugleich. Von hier eröffnet sich ein beeindruckender Panoramablick über Szekszárd, die umliegenden Weinberge und die sanften Hügel der Region. Die Gestaltung mit Weintrauben und Ähren erinnert an die lange Weinbautradition der Stadt und macht den Aussichtsturm zu einem beliebten Fotomotiv.
Fazit
Szekszárd bietet weit mehr als ausgezeichnete Weine. Historische Bauwerke, bedeutende Literaturstätten, abwechslungsreiche Wanderwege und herrliche Aussichtspunkte machen die Stadt zu einem idealen Reiseziel für einen Sommerausflug. Wer Kultur, Natur und Genuss miteinander verbinden möchte, sollte Szekszárd unbedingt auf seine Reiseliste setzen.











