Am 5. und 6. April erwachen in der ungarischen Stadt Mezőkövesd erneut die traditionsreichen Matyó-Bräuche zum Leben. Das bereits zum 23. Mal veranstaltete Matyó-Ostern gehört zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO und lockt jedes Jahr zahlreiche Besucher an.
Am Ostersonntag und Ostermontag sorgen Matyó- und regionale Trachtengruppen mit ihren Aufführungen für Unterhaltung. Auch bekannte Gäste treten auf: Am Sonntag begeistert Kovácsovics Fruzsina die Kinder mit ihrem Programm, während am Montag Vastag Tamás den Veranstaltungstag mit einem Konzert abschließt.
Ein neues Element erwartet die Besucher am Ostermontag: Das Programm beginnt mit einem gemeinsamen Karulás-Umzug, bei dem Einheimische in traditioneller Tracht durch die Hauptstraße der Stadt ziehen. Dabei findet auch die erste Osterbesprengung statt – eine alte ungarische Tradition, bei der Frauen symbolisch mit Wasser „begossen“ werden.
Im historischen Hadas-Stadtviertel können Besucher den ganzen Tag über mehrfach das spektakuläre „Eimer-Begießen“ (vödrös locsolkodás) erleben – eine besonders lebendige Form des Osterbrauchs.
Auch für Familien und Kinder gibt es zahlreiche Programme. Der Sonntag startet mit einer Puppentheater-Vorstellung, außerdem warten während der beiden Tage verschiedene Handwerks-Workshops, eine Eiermalerei-Werkstatt mit traditionellen Matyó-Mustern, riesige Seifenblasen, ein Spielhof und eine Baby-Ecke. Auf den Straßen sorgen Kunsthandwerker- und Gastronomiestände für ein buntes Markttreiben.
Im Hof des Landwirtschaftlichen Maschinenmuseums erwartet die kleinen Besucher ein Oster-Streichelzoo, außerdem gibt es eine Schmiedevorführung. Im Matyó-Museum können Gäste das traditionelle Filzen ausprobieren, während im Takács-István-Sammlungsgebäude verschiedene kreative Programme rund um Oster- und christliche Symbole angeboten werden.
Während der Feiertage öffnen zudem zahlreiche Museen, Ausstellungsorte und Handwerkshäuser ihre Türen. Auch das Zsóry Heil- und Strandbad empfängt Besucher.
Die Teilnahme an der Veranstaltung sowie das Parken sind kostenlos. Lediglich für einige Museumsprogramme und Handwerksaktivitäten in den Höfen der Handwerkshäuser können Gebühren anfallen.











