Die Donauüberquerung der Busós ist einer der symbolträchtigsten Höhepunkte des Mohácser Busójárás und gehört seit Generationen zu den festen Ritualen des berühmten Winteraustreibungsfestes.

Bild: Ferenc Merk

Traditionell erreichen die furchteinflößend maskierten Gestalten in ihren Holzbooten das Stadtzentrum, begleitet vom Klang von Kuhglocken, Trommeln und dem Jubel der Zuschauer. Die Ankunft auf dem Wasser markiert jedes Jahr einen besonders eindrucksvollen Moment des Festes und steht sinnbildlich für den Übergang vom Winter zum Frühling.

In diesem Jahr zwang jedoch starker, böiger Wind die Organisatoren zu einer ungewöhnlichen Entscheidung. Aus Sicherheitsgründen konnten die Busós nicht in den traditionellen Booten übersetzen, sondern erreichten die Innenstadt mit einer Fähre. Obwohl die Szene dadurch anders wirkte als gewohnt, verlieh die ungeplante Lösung dem Ereignis eine eigene, besondere Dramaturgie und unterstrich zugleich die Anpassungsfähigkeit der jahrhundertealten Tradition.

Trotz der rauen Wetterbedingungen säumten zahlreiche Besucher die Ufer und verfolgten die Ankunft der Busós mit großer Begeisterung. Die maskierten Figuren in ihren Fellkostümen, mit geschnitzten Holzmasken und lärmenden Instrumenten sorgten auch diesmal für eine mitreißende Atmosphäre. Die ungewöhnliche Überfahrt wurde so zu einem der unvergesslichen Momente des diesjährigen Busójárás und zeigte eindrucksvoll, dass lebendige Traditionen selbst unter widrigen Umständen ihre Wirkung nicht verlieren.