Baden wird teurer: Ungarische Thermen starten später in die Saison

Aquaticum Debrecen Strand

Der Besuch von Thermal- und Freibädern in Ungarn wird in diesem Jahr spürbar teurer. Grund dafür sind vor allem die gestiegenen Energiepreise, die viele Betreiber dazu zwingen, ihre Anlagen später als üblich zu öffnen und gleichzeitig die Eintrittspreise deutlich zu erhöhen.

Wie Balogh Zoltán, Generalsekretär des Magyar Fürdőszövetség, erklärte, starten die meisten Bäder nicht wie gewohnt am 1. Mai in die Saison, sondern schrittweise – häufig erst rund um das Pfingstwochenende. Erst ab Mitte Juni, mit Beginn der Sommerferien, wird der volle Betrieb erwartet.

Bis dahin stehen umfangreiche Wartungsarbeiten an: Becken werden gereinigt, Fliesen und Fugen ausgebessert sowie technische Anlagen modernisiert. Anschließend werden die Becken mit frischem Wasser befüllt, bevor sie nach einer verpflichtenden Kontrolle durch das Nemzeti Népegészségügyi és Gyógyszerészeti Központ wieder für Besucher freigegeben werden. Die Wasserqualität wird dabei streng nach gesetzlichen Vorgaben geprüft.

Auch preislich müssen sich Gäste auf Veränderungen einstellen: Landesweit rechnen die Betreiber mit durchschnittlichen Erhöhungen von 10 bis 15 Prozent, wobei die Spannbreite je nach Bad zwischen 5 und 20 Prozent liegt. Neben den Energiekosten treiben vor allem steigende Personalaufwendungen sowie höhere Wasser- und Abwassergebühren die Preise nach oben.

Trotz der Herausforderungen bleibt das Angebot vielfältig: In Ungarn gibt es weiterhin mehr als 220 touristisch relevante Bäder. Für die neue Saison wurde unter anderem das Galerius-Bad in Siófok wiedereröffnet, während in Nyíregyháza die Saunalandschaft umfassend modernisiert wurde.

Die Branche hofft nun auf eine erfolgreiche Sommersaison – auch wenn das Badevergnügen für viele Besucher etwas kostspieliger ausfallen dürfte als in den vergangenen Jahren.