Von links nach rechts: Dr. Erzsébet Knáb, Gründungsvorsitzende der Stiftung der Széchenyi István Universität, Dr. Zsolt Kovács, Vizepräsident für Allgemeines und Bildung an der Széchenyi István Universität, Andreas Gering, Schulleiter der Audi Hungaria Deutsche Schule Győr, Emil Kauschitz, Stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung, die die Audi Hungaria Deutsche Schule Győr unterhält und Tünde Havassy, Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung, die die Audi Hungaria Deutsche Schule Győr unterhält
Bild: Audi Hungária
Die Audi Hungaria Deutsche Schule Győr und die Széchenyi István Universität Győr haben heute eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, nach der Azubis der dualen Berufsausbildung für ihre Qualifikationen Kreditpunkte fürs Universitätsstudium bekommen können.
Die Auszubildenden können nach dem Abitur in der Schule den Beruf Fremdsprachige/r Industrie- und Handelstechniker/in erlernen. Während des Studiums verbringen sie neben der theoretischen Ausbildung drei Tage pro Woche bei einem der Partnerunternehmen der Schule, um praktische Kenntnisse zu erwerben.
Im Rahmen der Vereinbarung zwischen den beiden Institutionen können sich Schülerinnen und Schüler, die eine Berufsprüfung erfolgreich ablegen, Kreditpunkte fürs Berufsschulstudium an der Universität im Bachelor of Business Administration and Management und im Bachelor of Commerce and Marketing anrechnen lassen. Darüber hinaus wird das duale Praktikum von der Hochschule als gleichwertig mit dem obligatorischen Praxissemester in den beiden Hauptfächern anerkannt, was zusätzliche Kreditpunkte bedeuten kann.
„Die Széchenyi István Universität legt großen Wert auf Bildung und Forschung auf internationalem Niveau und trägt durch ihre dritte Missionstätigkeit zur Entwicklung der Wirtschaft der Region bei. All dies ist auch ein wichtiger Aspekt bei der Entwicklung unserer Zusammenarbeit. Die AUDI HUNGARIA Zrt. ist der wichtigste Partner unserer Institution und das spiegelt sich deutlich in allen drei genannten Bereichen wider. Wir haben auch eine ausgezeichnete Beziehung zum Audi Hungaria School Center und unsere aktuelle Vereinbarung öffnet den Schülerinnen und Schüler in größerem Maße die Tür zu höherer Bildung“, sagte Dr. Zsolt Kovács, Vizepräsident für Allgemeines und Bildung an der Széchenyi István Universität.
„Für die Schülerinnen und Schüler des Audi Hungaria School Center Győr ist dies eine hervorragende Gelegenheit, sich Kreditpunkte während des Studiums anrechnen zu lassen, da sie auf diese Weise ihr Hochschulstudium verkürzen können und andererseits davon profitieren, mit Erfahrungen in der Industrie und Arbeitswelt im Gepäck zu starten“, sagte Tünde Havassy, Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung, die die Audi Hungaria Deutsche Schule Győr unterhält.
„Die heutige Vereinbarung zwischen der Audi Hungaria Deutsche Schule Győr und der Széchenyi István Universität ist einzigartig. Unsere gemeinsame Initiative, das Wissenstransferzentrum Győr, schafft seit zwei Jahren Möglichkeiten für die Zusammenarbeit zwischen Großunternehmen und kleinen und mittleren Unternehmen im Bildungsbereich. Unser gemeinsames Ziel mit unseren Partnerinstitutionen ist es, die berufliche Bildung noch attraktiver zu machen und den Beteiligten Möglichkeiten zu bieten, die sie effektiv bei der beruflichen Entwicklung unterstützen. Für junge Lernende ist es ein wertvoller Vorteil, dass sie das Wissen, das sie während ihrer Zeit in der dualen Ausbildung erworben haben, auch während ihres Studiums anwenden können. Unsere dualen Berufs- und Hochschulstudiengänge stärken die Wettbewerbsfähigkeit nicht nur unseres Unternehmens, sondern auch der Region“, erklärte Kinga Németh, Vorstandsmitglied Personal und Organisation der AUDI HUNGARIA Zrt.
AUDI HUNGARIA Zrt. war das erste Unternehmen in Ungarn, das vor mehr als 23 Jahren das Modell der dualen Berufsausbildung eingeführt hat. Seit 2001 haben mehr als 2.500 junge Menschen das duale Ausbildungsprogramm der Audi Hungaria absolviert, von denen die meisten ihre berufliche Laufbahn als Mitarbeitende des Győrer Unternehmens begonnen haben.
Am 15. und 16. März fand in Marseille die europäische Auswahlrunde des renommierten Kochwettbewerbs Bocuse d’Or statt, bei der sich die stärksten Teams des Kontinents miteinander messen konnten. Das ungarische Team belegte den 9. Platz und sicherte sich damit die Teilnahme am Weltfinale, das im Januar 2027 in Lyon ausgetragen wird.
Wie schon in den vergangenen Jahren dominierten die skandinavischen Länder das Teilnehmerfeld: Dänemark gewann den Wettbewerb, gefolgt von Norwegen auf Platz zwei. Für eine Überraschung sorgte Italien mit dem dritten Platz.
Das ungarische Team, bestehend aus Chefkoch Roland Kelemen, Commis Zoltán Vincze, Coach Bence Dalnoki sowie Jury-Mitglied Tamás Széll, überzeugte mit kreativen und technisch anspruchsvollen Gerichten. Der Wettbewerb zeichnete sich durch ein besonders hohes Niveau aus – sowohl in Bezug auf Technik, Kreativität und Zutatenwahl als auch auf die Präzision der Präsentation.
Die ungarischen Teilnehmer präsentierten ihre Konzepte in zwei Hauptthemen und bereiteten zusätzlich im Rahmen einer kurzen Bühnenpräsentation eine Aioli-Sauce zu.
Das Tellergericht stand unter dem Motto „Surf ’n Turf im ungarischen Garten“. Dabei traf Tintenfisch auf Rinderfilet, verbunden durch geräucherten ungarischen Käse, ergänzt mit frischen Kräutern und zitrischen Noten. Als Beilagen wurden Frühlingsgemüse wie neue Kartoffeln, grüner Spargel und Kohlrabi serviert, die die saisonale Vielfalt ungarischer Gärten widerspiegelten.
Im Plattenthema stand der rote Knurrhahn im Mittelpunkt, gefüllt mit Jakobsmuscheln und leicht über Apfelholz geräuchert. Die dazu gereichte Sauce war eine von der Bouillabaisse inspirierte Velouté, die klassische Aromen neu interpretierte. Als Beilage wurde unter anderem eine Paprikasch-Kichererbsen-Variation serviert, die an traditionelle ungarische Gerichte erinnert, begleitet von Artischocke, Knoblauch und Parmesan.
Das Team legte großen Wert darauf, die charakteristischen Elemente der ungarischen Küche hervorzuheben. Die Kichererbsen-Paprikasch greift eine historische Rezeptur auf, die bereits in Klosterküchen bekannt war. Verfeinert wurde sie mit Sauerrahm, einem zentralen Bestandteil der ungarischen Küche, der dem Gericht eine cremige und ausgewogene Textur verlieh. Dazu wurde ein klassischer Gurkensalat serviert, der für viele an familiäre Sonntagsessen erinnert.
Auch im Tellergericht fand sich ein subtiler Bezug zur ungarischen Identität: Im Aioli wurde sogenannter „falscher Kaviar“ aus Tokaji Aszú und dessen Essig verarbeitet, verfeinert mit Safran. Der weltbekannte Tokaji-Wein – oft als „flüssiges Gold“ bezeichnet – wurde so auf kreative Weise in das Gericht integriert. Abgerundet wurde die Komposition erneut mit ungarischem Sauerrahm, der für eine harmonische und samtige Gesamtwirkung sorgte.
Mit ihrer Leistung in Marseille hat sich die ungarische Mannschaft das Recht erkämpft, Ungarn beim Bocuse d’Or Weltfinale im Januar 2027 in Lyon zu vertreten.
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