Der Frühling kündigt sich an: Schneeglöckchen blühen – Pflücken kann teuer werden

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Mit dem nahenden Frühling erscheinen auch die ersten Schneeglöckchen – zarte Vorboten der neuen Jahreszeit. Nach dem Abschmelzen des Schnees sind die kleinen weißen Blüten derzeit vielerorts zu sehen und gelten für viele Menschen als Symbol für Erneuerung und Neubeginn. Was jedoch nur wenige wissen: Schneeglöckchen stehen in Ungarn unter Naturschutz und dürfen nicht gepflückt werden.

Die Blütezeit der Schneeglöckchen reicht vom späten Winter bis in den frühen Frühling. Meist erscheinen sie zwischen Februar und März, in milden Wintern bereits Ende Januar, während sie bei kälteren Temperaturen sogar bis Mitte März sichtbar bleiben können. Oft sprießen sie, wenn Schneereste noch auf dem Boden liegen, und gehören damit zu den ersten Pflanzen, die das Ende des Winters anzeigen.

Trotz ihrer scheinbaren Unscheinbarkeit sind Schneeglöckchen besonders schützenswert. Ihre natürlichen Lebensräume sind im Laufe der Jahrzehnte geschrumpft, und früher führte das massenhafte Sammeln dazu, dass sie unter Schutz gestellt wurden. Wer ein Exemplar aus der Natur pflückt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit einer Geldstrafe rechnen. Der gesetzliche Schutzwert beträgt pro Pflanze bis zu 10.000 Forint.

Wer Schneeglöckchen im eigenen Garten haben möchte, kann dies legal tun – jedoch ausschließlich mit Zwiebeln aus Gärtnereien oder kontrollierten Quellen. Das Ausgraben oder Umpflanzen wild wachsender Exemplare ist ebenfalls verboten. Die Zwiebeln sollten idealerweise im Späten Sommer oder frühen Herbst gepflanzt werden, wenn sich die Pflanze in ihrer Ruhephase befindet.

Der wahre Wert der Schneeglöckchen liegt darin, dass sie in ihrer natürlichen Umgebung wachsen. Bei einem Frühlingsspaziergang lassen sie sich bewundern und fotografieren – und bereiten so mehr Freude, als wenn man sie pflückt. Daher gilt: anschauen, schützen und die Natur respektieren.